Frühjahrskonzert/Osterkonzert 2016

Programm

Johann Sebastian Bach
Fugue a La Gigue


Martin Ellerby
Via Crucis
Solist: Johannes Kofler

 

James Barnes
Invocation and Toccata

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Mario Bürki
Heaven's Glory


Morten Lauridsen
O Magnum Mysterium


Satoshi Yagisawa
The Bells of Sagrada Familia

Das Frühjahrskonzert in der Fastenzeit und die Wiederholung des selben am Ostermontag legen es Nahe, einmal ein Programm zu gestalten mit österlichen Inhalten.

Schon das Eröffnungsstück Fugue a la Gigue von Johann Sebastian Bach hat das Bürger- und Rathaus in eine Kathedrale verwandelt. Kein geringerer als Gustav Holst hat dieses Orgelwerk bearbeitet. Es gilt somit als eines der ersten und wegweisenden Bearbeitungen für Blasorchester.

Mit Via Crucis hat der britische Komponist Martin Ellerby ein außergewöhnliches Werk für Blasorchester geschaffen. Für die musikalische Darstellung des Kreuzweges hat er die Standardbesetzung um Klavier, Harfe und Violoncello erweitert. Es freute uns sehr, dass der junge Naturnser Cellist Johannes Kofler die Rolle des Erzählers am Solocello übernommen hat.
Das Werk wurde zum ersten Mal in Südtirol aufgeführt und brachte ehrliche Musik der Gegenwart nach Naturns.

Als klanggewaltige und virtuose Antwort auf das filigrane Werk von Ellerby folgte Invocation and Toccata von James Barnes im Programm. In Fachkreisen gilt es als eines der Meisterwerke des berühmten amerikanischen Komponisten.

Nach der Pause beehrten wir das treue Konzertpublikum mit himmlischen Klängen des jungen Schweizer Komponisten Mario Bürki. In Heaven`s Glory wechseln prächtige Fanfaren mit lieblichen solistischen Passagen und preschenden Rhythmen.

Den Ruhepunkt des zweiten Konzertteils bildete das Chorwerk O Magnum Mysterium von Morten Lauridsen in einer farbenreichen Bearbeitung von Robert Reynolds.

Der glanzvolle Schlusspunkt des Konzertabends war inspiriert von einer der gewaltigsten Bauwerke der Welt, nämlich der Kirche La Sagrada Familia in Barcelona. Der Japaner Satoshi Yagisawa hat dieses architektonische Wunder und ewige Bauwerk von Anton Gaudi in Töne gesetzt.

Johannes Kofler wurde in Schlanders geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht bei Maria Tutzer an der Musikschule seines Heimatdorfes Naturns. Nach der Matura am Pädagogischen Gymnasium in Meran, wo er Unterricht bei Roland Mitterer bezog, begann er sein Studium an der Universität für Musik und darst. Kunst Wien bei Gottfried Kitzmüller und später Wolfgang Aichinger, sowie Ass. Prof. Bruno Weinmeister (Bakkalaureat mit Auszeichnung 2013, Magister mit Auszeichnung 2016). Er ist sowohl als Lehrer, Orchestermusiker (Orchester 1756, Bach Consort Wien, Klangvereinigung, u.a.), als auch in mehreren kammermusikalischen Formationen aktiv: Mit dem Trio sfz gewann er 2014 den ersten Preis des internationalen Kammermusikwettbewerbs "Cameristi dell' Alpe Adria" und brachte 2015 zwei zeitgenössische Werke zur Uraufführung, die dem Trio gewidmet sind. Mit dem Barockensemble L'armonia gioiosa erreichte er 2016 den zweiten Platz beim internationalen Wettbewerb für Alte Musik "Maurizio Pratola" in L'Aquila.

Er besuchte Workshops und Meisterkurse u.a. von Christophe Coin, Bernard Greenhouse, Michel Lethiec, Antti Tikkanen, Lotta Wennäkoksi, Johannes Meissl, Carsten Eckert und Augusta Campagne.

Johannes unterrichtet zurzeit Violoncello an der Mittelschule und am Gymnasium Meran.