Informationen zum Programm

von Kapellmeister Dietmar Rainer


Bert Appermont (1973): Sabic Symphonic March
Der Auftakt des Konzertes gehört dem belgischen Komponisten Bert Appermont, er zählt zu den führenden Blasmusikkomponisten der jüngeren Generation. Die meisten seiner Werke wurden von namhaften Blasorchestern auf CD eingespielt.
"Sabic Symphonic March" ist ein Auftragswerk des Konzerns Sabic Europe, welcher sich Innovation, offene Geisteshaltung und Professionalität zur Unternehmensphilosophie auserwählt hat. Eben diese Eigenschaften hat Appermont versucht auf den Marsch zu übertragen. Entstanden ist dabei ein erfrischender Konzertmarsch mit vielen unerwarteten harmonischen Wendungen und originellen Akkordfolgen.

James Barnes (1949): Fantasia for Natalie
In Blasmusikkonzerten immer wieder präsent ist der amerikanische Komponist James Barnes. Seine 3. Sinfonie mit dem Beinamen "Die Tragische" war ein Auftragswerk der United States Air Force Band in Washington. Barnes schrieb sie nach dem Tod seiner Tochter Natalie. Im 3. Satz mit der Bezeichnung "mesto" (traurig, wehmütig) verarbeitet er diese schwierigste Zeit seines Lebens. Zitat Branes: "Dieser Satz ist eine Fantasie über eine Welt in der Nathalie noch lebte. Es ist mein Lebewohl für sie."

Dabei schöpft der Komponist sämtliche Klangfarben eines Blasorchesters voll aus.


Johan de Meij (1953): Symphony no.3 "Planet Earth"
Johan de Meij aus Holland lebt in New York und ist als Komponist, Arrangeur, Dirigent und Dozent weltweit tätig. Seine Werke sind aus der Blasmusikszene wohl nicht mehr weg zu denken, Nach den ersten beiden Sinfonien "Lord of the Rings" und "Big Apple" wählt de Meij in seiner dritten Sinfonie die Erde zum musikalischen Programm. So zu sagen eine Liebeserklärung an die faszinierende Schönheit und Größe unseres Planeten.

Der erste Satz "Lonely Planet" schließt kompositorisch an die "Planets" von Gustav Holst an, entwickelt sich jedoch völlig selbständig weiter. Ein Stimmungsbild der Erde im Weltall ohne Besiedelung von Mensch und Tier.
Im zweiten Satz "Planet Earth" hört man förmliche einen idyllischen Vogelschwarm der über die herrlichen Landschaften des Planeten fliegt. Er strahlt Energie und Geist des Lebens aus.
Der 3. Satz "Mother Earth" ist eine Ode an Mutter Erde (griech. Gaia) und endet in der grandiosen Vertonung der altgriechischen Dichtung Homers "Gaia, dich Allmutter werde ich besingen".
Der Komponist selbst schreibt: "Ich dachte jeden Takt daran, das schönst Stück zu
machen, das ich je geschrieben habe."


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